Warum wir aufschieben - und wie Dopamin uns wieder in die Spur bringt.
Ivonne Studier • 15. Januar 2026
Warum wir aufschieben - und wie Dopamin uns wieder in die Spur bringt!
Was erwartet dich:
- Prokrastination: Mehr als nur Faulheit
- Dopamin: Dein Motivations-Booster
- Der Teufelskreis von Aufschieben und Stress
- Wenn nichts mehr Freude macht: Anhedonie
- Gedanken, Perfektionismus & Selbstwert
- Wie du aus der Spirale ausbrichst
- Neugierde als Dopamin-Booster
- Starte jetzt
1. Prokrastination: Mehr als nur Faulheit
Unser Gehirn liebt sofortige Belohnung.Langsame, anstrengende Aufgaben – Steuer, Projekt, Gespräch, Entscheidung –liefern erst spät Dopamin.
Instagram liefert es jetzt. Also wählt dein Gehirn nicht das Sinnvolle, sondern das Schnelle. Das nennt man zeitliche Abwertung: Zukünftige Belohnungen verlieren gegen sofortige Reize. Und so entsteht Prokrastination. Ich war selbst lange in genau dieser Spirale gefangen. Ich habe aufgeschoben, mich abgelenkt, mich schlecht gefühlt – und mich immer wieder gefragt, warum ich einfach nicht anfange.
Prokrastination ist kein Mangel an Willenskraft. Sie ist ein Dopaminproblem, ein emotionales Problem und oft das Resultat von Stress, Perfektionismus und überreiztem Belohnungssystem.
2. Dopamin: Dein Motivations-Booster
Dopamin ist der unsichtbare Dirigent unserer Motivation. Es ist kein reines „Glückshormon“, sondern der Neurotransmitter, der uns Handeln, Vorfreude und Fokus
ermöglicht.
Wenn Dopamin steigt → wir fühlen uns motiviert und handeln
Wenn Dopamin sinkt → wir fühlen uns erschöpft, demotiviert und lassen Dinge liegen
Unser modernes Leben macht es uns schwer: Social Media, Junkfood, Streaming und ständige Ablenkungen liefern sofortige Dopamin-Schübe, während langfristige Ziele kaum Dopamin bringen. Das ist der Kern des Problems.
Dopamin ist nicht alles – aber es ist der Boden. Prokrastination hat oft mehrere Ebenen:
- Perfektionismus → Angst, nicht zu genügen
- Versagensangst → Leistung = Wert
- Geringes Selbstwertgefühl → Emotionale Überforderung
- Fehlende Grenzen → Zu viel Verantwortung, zu wenig Raum
Doch all diese Themen wirken stärker, wenn dein Nervensystem erschöpft ist und dein Dopamin im Keller. Deine Regulationsfähigkeit fehlt.
3. Der Teufelskreis von Aufschieben und Stress
Jetzt wird es perfide:
- Du schiebst eine Aufgabe auf
- Dein Stress steigt
- Stress senkt deinen Dopamin-Grundspiegel
- Du hast noch weniger Motivation
- Du greifst wieder zu schnellen, billigen Dopaminreizen
- Du schiebst noch mehr auf
Und während du prokrastinierst, greifst du instinktiv zu Dingen, die sofortige Belohnung liefern – scrollen, Snack, Impulskäufe. Es fühlt sich kurzfristig gut an, aber langfristig verstärkt es die Spirale.
Je näher die Deadline, desto größer die Angst, desto stärker die Ablenkung. Das ist neurobiologisch erklärbar – und völlig normal.
6. Wenn nichts mehr Freude macht: Anhedonie
Bleiben wir zu lange in diesem Muster, kann etwas entstehen, das viele nicht einordnen können:
Anhedonie – die Unfähigkeit, Freude zu empfinden. Plötzlich machen selbst Dinge keinen Spaß mehr, die man früher geliebt hat:
- Lesen
- Tiefe Gespräche
- Kreativität
- Stille
Das ist kein Charakterproblem. Das ist ein überreiztes Dopaminsystem, das abgestumpft ist.
Die gute Nachricht:Es ist nicht irreversibel. Aber es braucht:Geduld,Konsequenz und einen echten Entzug von Dauerreizen. Und die Frage nach dem eigentlichen Bedürfnis.
5. Gedanken, Perfektionismus & Selbstwert
Perfektionismus und negative Glaubenssätze verschärfen das Ganze:
„Wenn ich das nicht perfekt mache, bin ich nichts wert.“
„Ich werde sowieso versagen.“
„Ich muss alles alleine schaffen.“
Diese Gedanken erzeugen Stress, senken Dopamin und treiben dich tiefer in die Prokrastination. Ich kenne das nur zu gut – lange habe ich mir selbst Druck gemacht, alles makellos erledigen zu müssen, nur um dann nichts anzufangen.
Der erste Schritt: Erkenne diese Gedanken. Du bist nicht deine Gedanken – du kannst lernen, sie zu hinterfragen, umzuwandeln und dir selbst Erleichterung zu geben.
6. Wie du aus der Spirale ausbrichst
- Akzeptiere deine Fehler – sie sind Lernchancen, keine Katastrophen.
- Setze kleine, erreichbare Ziele – starte klein, Dopamin belohnt dich sofort.
- Regelmäßige Pausen – aber bewusst, nicht als Ablenkung.
- Selbstmitgefühl üben – sprich mit dir selbst wie mit einem Freund.
Dopamin kann dein Verbündeter werden, wenn du lernst, langfristige Belohnungen wieder attraktiv
zu machen und die ständige Suche nach schnellen Dopaminschüben zu reduzieren.
7. Neugierde als Dopamin-Booster
Neue Erfahrungen aktivieren Dopamin und bringen Freude, Motivation und Lebendigkeit zurück.
Probiere etwas Neues aus: Indoor-Fallschirmspringen, ein neues Rezept, ein unbekannter Spazierweg.
Achtsames Gehen: Schau bewusst hin, staune über Details, die dir vorher nie aufgefallen sind.
Neugierde stärkt Resilienz, erweitert deinen Horizont und hilft dir, wieder aus deiner Komfortzone herauszukommen – ohne den Stress, den ständiges Aufschieben mit sich bringt.
8. Starte jetzt!
Wenn du bereit bist, die Spirale aus Stress, Dopaminmangel und Aufschieben zu durchbrechen: Fang heute an. Klein. Bewusst. Mit Selbstmitgefühl.
Ich war lange selbst in dieser Spirale gefangen – und ich weiß, wie es sich anfühlt, aus ihr auszubrechen. Es ist möglich, Schritt für Schritt, Tag für Tag.
Setze dir heute eine kleine, konkrete Aufgabe, die du sofort erledigen kannst.
Und erlebe, wie Motivation, Freude und Energie zurückkommen.
Wenn du bereit bist, tief zu gehen – nicht mit Tipps, Tricks oder Druck,
sondern mit echter innerer Befreiung:
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